Am Aschlerbach gelegen, war Gargazon durch die Geschichte hindurch stets ein Grenzdorf. Zur Römerzeit bildete der Aschlerbach die Grenze zweier rätischer Provinzen. Nach dem Vertrag von Verdun im Jahre 843 bildete er die Grenze zwischen dem Ostfrankenreich - dem späteren Hl.Römischen Reich deutscher Nation - und Italien; im Jahre 1810 - 1814 markierte er die Grenze zwischen Bayern und dem Königreich Italien. Heute liegt Gargazon an der Grenze zwischen den Bezirken Burggrafenamt und Salten-Schlern.
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Gargazon im Rückblick
Das Dorfbild von Gargazon wird von zwei denkmalgeschützten Kirchen, einem Biotop, dem mittelalterlichen Kröllturm und dem Blick auf 7 Wasserfälle bestimmt, welchen das Dorf seinen Namen (gargarízein = gurgeln) verdankt.
Schmuckstück des Dorfes ist die erstmals 1337 erwähnte Kurtialkirche zum Hl. Johannes dem Täufer, welche heute als Totenkapelle dient. Die Kirche im gotischen Stil ist im Jahre 1981 umgebaut und restauriert worden. Dagegen wurde die Herz-Jesu-Pfarrkirche erst im Jahre 1928 geweiht. Die gesamte Kirche und auch der Turm wurden aus dem wertvollen Porphyrstein der Umgebung errichtet, der einen Außenverputz unnötig machte.
Gargazon heute
Nach der Regulierung der Etsch zwischen Ende des 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts konnte der Talboden in den 20er Jahren des 20.Jahrhunderts langsam entsumpft werden. Anfangs pflanzten die Bauern Getreide und Kartoffeln, später Obst an. So ist Gargazon heute zu einem bedeutenden Standort des Obstbaus im Etschtal geworden und genießt den Ruf eines beliebten Wellnessdorfes.
in der Ferienregion Meraner Land
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