Die Lananer Version der bekannten Legende vom Heiligen Nikolaus mit den drei goldenen Äpfeln wird am Dienstag, den 6. Dezember am Rathausplatz in Lana zur Aufführung kommen.
Um 17 Uhr erfolgt der Einzug der Kinder mit den Bläsern der Bürgerkapelle Lana. Anschließend beginnt das stimmungsvolle Theaterstück, welches gemeinsam mit Kindern und Mitgliedern der Braunsbergbühne Lana gestaltet wird.
Danach verteilt der Heilige Nikolaus seine "Golden" an die Kinder.
„Wer ist denn dieser Nikolaus?“, fragt der Erzähler die kleine Hanna. „Erzähl du es mir“, antwortet diese. Und so beginnt das Spiel vom Hl. Nikolaus, das am 6. Dezember um 17 Uhr am Rathausplatz von Lana aufgeführt wird.
Es ist eine Geschichte, die von der Not der Menschen erzählt:
„Nikolaus lebte vor vielen Jahren in Myra. Das war ein kleiner Ort in der heutigen Türkei. Dort gab es viele arme Menschen, Menschen, die Hunger leiden und frieren mussten.“ Dann berichtet die Geschichte davon, wie diese Not gelindert werden kann: „Nikolaus war keiner von diesen armen Menschen. Seine Eltern waren sehr reich. Nikolaus hätte alles haben können, was er sich wünschte. Aber er wollte nicht reich sein. Sein größter Wunsch war es, Gott zu dienen. Er hatte ein gutes Herz. Alles was er hatte, verschenkte er an Arme und Kinder.“ Wie er das machte, zeigen die folgenden Szenen des Nikolausspieles von der Kornspende, die nie fertig wird, bis hin zu den goldenen Kugeln, die in der Groß-Apfel-Gemeinde Lana zu drei goldenen Äpfeln mutieren. Die Rettungsaktion zeigte Erfolg: „Kinder, nun hat alle Not ein Ende, der liebe Bischof Nikolaus hat uns gerettet, nun hat alle Not ein Ende!“, heißt es im Stück.
Aber das war wohl etwas voreilig gesagt. Wir wissen alle, dass die Not auf der Welt seitdem kein Ende gefunden hat. Weil es nicht in jeder Stadt wie in Myra einen Nikolaus gegeben hat.
Auch heute sind Leute, welche für eine gerechte Verteilung der irdischen Güter sorgen, eher selten anzutreffen.
„Hat dir die Geschichte gefallen?“, fragt der Erzähler zum Schluss die kleine Hanna. „Ja“, antwortet diese, „ich möchte auch ein bisschen so sein, wie Nikolaus.
Ich denke besonders an die Not leidenden Menschen in unserem Dorf. Wir könnten ihnen etwas schenken. Ein bisschen so wie Nikolaus…“.